Erste Schritte in der Ahnenarbeit: Gib Deinen Ahnen Raum in Deinem Leben

Die Dinge, die Dir wichtig sind, haben einen Platz in Deinem Leben, zeitlich und räumlich.

Mit deinen besten Freunden hast Du vielleicht einen festen Abend im Monat, um auszugehen oder einfach ein gemütliches Schwätzchen zu halten? Gemeinsame Malzeiten mit der Familie haben Platz, durch einen Esstisch, der groß genug für alle ist. Wenn Du gerne kochst, ist Deine Küche vermutlich groß und super gut auf deine Bedürfnisse ausgerichtet? Wenn Du gerne liest, dann finden sich viele Bücher in deinem Regal oder Du hast eine große Auswahl auf deinem E-Book-Reader und Zeit zum Lesen findest Du immer, richtig? Wenn Du Yoga liebst, dann hast Du sicher auch zuhause einen Platz für deine Matte und ein Meditationskissen, oder?

Du weißt, was ich meine. Und dieser Platz in deinem leben ist gleichzeitig auch immer wieder eine Erinnerung für Dich. Du siehst deine Yogamatte und denkst vielleicht „Oh ja, ich könnte noch eine Abfolge Sonnengrüße machen.“ Oder Dein Blick wandert zum Esstisch und du überlegst, wann Du die Familie wieder zum Brunch einladen willst, weil es beim letzten Mal so schön war.

Wichtige Dinge haben Platz in deinem Leben. Alles was keinen Platz hat, ist Dir auch nicht wichtig. Kannst Du dieser Gleichung zustimmen? Bei mir trifft es voll zu. Was keinen Platz hat, geht unter und taucht auch so schnell nicht wieder auf.

Dasselbe gilt für deine Ahnen. Wenn Du einen liebevollen Kontakt mit ihnen pflegen möchtest, wenn Du sie als Berater und Unterstützer bei Dir haben willst, dann darfst Du ihnen einen Platz in deinem Leben einräumen. Zeitlich und räumlich, ganz real in deiner Welt.

Gerade zu Beginn der Ahnenarbeit ist das auch ganz wichtig für Dich als bewusste und unbewusste Erinnerung. Energetisch macht es auch einen Unterschied. Du manifestierst Deine Intention in Deiner Welt. Deine Ahnen haben ab dann einen Kontaktpunkt zu Dir und sie empfinden es als eine Einladung, als ein Zeichen, dass sie in deinem Leben willkommen sind. Das ist die Basis für eure Verbindung. Im Laufe der Zeit, wird dieser Kontaktpunkt vielleicht weniger wichtig, weil Du Deine Ahnen dann jederzeit an Deine Seite spüren kannst. Für den Anfang ist es extrem hilfreich.


Wie kannst Du Deinen Ahnen Raum in deinem Leben geben?

Eine ganz zauberhafte Methode ist, das Aufstellen eines Ahnenschreins. Da kommt vielleicht die Hexe in mir durch. Auf jeden Fall kann ich es nur von Herzen empfehlen.

Der Ahnenschrein ist ein Ort, an dem du deinen Ahnen gedenkst und mit ihnen in Kontakt treten kannst. Natürlich ist dafür nicht zwingend ein fester Ort notwendig, aber gerade für den Anfang ist es hilfreich.

Der Schrein zeigt deinen Ahnen, dass du ihnen einen Platz in deinem Leben einräumst. Und er erinnert dich, oft auch unterbewusst, dass sie bei dir sind.

Keine Sorge, das sieht weder zu spirituell hexisch aus, noch braucht es besonders viel Platz oder passt nicht zu deiner Einrichtung. Du kannst ihn ganz individuell gestalten, sodass er zu Dir und in Dein Leben passt. Hier siehst Du ein paar Beispiele von Ahnenschreinen, meiner Kunden.

Ahnenschreinepng

Wenn Du nicht erzählst, dass es sich um einen Ahnenschrein handelt, werden unbedarfte Besucher es einfach für Dekoration halten, wie sie in jeder Wohnung zufinden ist.

Es gibt bei der Gestaltung deines Ahnenschreins nur ein paar wenige Grundregeln, die Du beachten darfst. Dazu gleich mehr.

Der Ahnenschrein ist kein Ort der Trauer. Es ist lediglich ein Treffpunkt. Dort kann Platz für Trauer sein, aber auch für Freude, Liebe, Dankbarkeit, Glück und Spaß, vielleicht sogar mal für Wut, Schuld und Scham, aber auch für Vergebung, Anerkennung und Wertschätzung. Kurzum, es ist ein lebendiger Ort, so wie deine Beziehung zu deinen Ahnen auch lebendig sein wird.


Mit diesen drei einfachen Schritten zu deinem individuellen Ahnenschrein

1. Finde den passenden Ort für deinen Ahnenschrein

Erstmal ist die Frage: wohin damit? Klar.

Du kannst bei der Wahl des Standorts folgende Anregungen mal auf dich wirken lassen. Folge dem, was dich anspricht oder folge auch einfach völlig unabhängig von meinen Vorschlägen deinem Gefühl. Es ist immer das richtig, was sich für dich gut anfühlt. Und wenn deine Wohnung nur einen einzigen Platz hergibt, dann ist das eben so und soll so sein. Mach Dir darüber keinen Kopf. Es hat bestimmt einen Sinn.

Feng Shui

Laut Feng Shui gibt es in jedem Haus und in jedem Raum (auch im Garten) einen Bereich der dem Lebensbereich Familie/Herkunft zugeordnet ist und damit auch deinen Ahnen. Um herauszufinden, wo das ist, gibt es ganz einfache Raster oder Lagepläne, sogenannte Bagua.

Google einfach mal danach, es gibt davon viele Bilder im Netz.

Lege gedanklich dieses Bagua einfach über den Grundriss deines Hauses, deiner Wohnung oder deines Gartens und ermittle so den entsprechenden Bereich für deinen Ahnenschrein. Genauso lässt sich jeder Raum einteilen. Also gibt es auch ein einem einzelnen Zimmer immer einen Ahnenbereich.

Die hexischere Ableitung

Eine andere Möglichkeit einen geeigneten Platz zu finden, ist die Ableitung aus dem Jahres- und Lebenskreis. Der Jahreskreis spiegelt die vier Lebensabschnitte wieder: der Fühling die Kindheit, der Sommer das Erwachsensein, der Herbst das Alter und der Winter den Tod.

Auch die Himmelsrichtungen sind den Lebensabschnitten zugeordnet: der Osten mit der Aufgehenden Sonne der Kindheit, der Süden dem Erwachsensein, der Westen mit der untergehenden Sonne dem Alter und dem Norden, wo die Sonne niemals steht, der Tod. Der Bereich der Toten und damit auch Deiner Ahnen, wäre also bezogen auf die Himmelsrichtung der Norden.

Besonderheiten im Garten

Wenn du deinen Schrein im Garten haben möchtest, dann kannst du auch auf die vorhandenen Pflanzen achten. Hast du z.B: im Garten einen Hollunder, dann freuen sich deine Ahnen über seine Nachbarschaft zu ihrem Schrein.

Der Hollunder steht in den Mythen auf der Grenze zur Anderswelt und ist ein Wächter und Tor für die Geister. Darum wurde der Hollunder in früheren Zeiten besonders geehrt. Ähnliches gilt für Wacholder, Eibe und Hasel.

hollunder-356097_1920jpg

Persönliche Verbindungen

Wenn du besondere Plätze mit deinen nahen Ahnengenerationen verbindest, dann kannst du auch diese nutzen. Wenn die Oma am liebsten an einem bestimmten Fenster saß, dann nutze vielleicht das Fensterbrett. Oder wenn der Opa mit dir den Baum im Garten gepflanzt hat, denn ist in seinem Schatten vielleicht der richtige Platz.

 

2. Die Gestaltung deines Ahnenschreins

Die wichtigste Grundregel bei Deinem Ahnenschrein ist die Abgrenzung zwischen den Lebenden und den Toten. Du willst Deinen Ahnen Raum geben in deinem Leben, aber Du willst Ihnen ja nicht allen Raum überlassen.

Das ist auch ein wichtiger Punkt, bei Menschen, die sich in ihren Träumen oder sogar in ihrem Alltag von den Ahnen bedrängt fühlen. Auch bei der Verbindung mit den Ahnen ist Grenzen setzen ganz entscheident, damit der Kontakt zum höchsten Wohle aller entsteht.

Als Abgrenzung für Deinen Ahnennschrein kann ein Deckchen, ein Tuch, ein Brett, ein Blatt, ein Tablett, oder etwas anderes dienen. Wenn du in deinem Garten einen Bereich abgrenzen möchtest kann das auch durch die Bepflanzung oder einen Steinkreis gemacht werden. Wichtig ist nur, den Bereich der Ahnen zum Bereich der Lebenden optisch abzugrenzen. Das bringt automatisch auch die energetische Grenze mit sich. Die Verstorbenen haben einen Platz in unserem Leben, sind aber nicht mehr Teil davon.

Wenn du magst kannst du Deinen Ahnen auch eine komplette Fensterbank, ein Regalbrett oder ein Tischchen widmen. Auch dann ist ihr Bereich klar abgegrenzt. Nur dann bitte nicht Dinge dazu stellen, die nicht Teil deines Ahnenschreins sind.

Wenn Du dort zum Beispiel Fotos von Deinen verstorbenen Vorfahren aufstellst, dann stelle nicht im Laufe der Zeit ein Hochzeitsfotos von Dir und Deinem Mann dazu. Das löst die bewusst gesetzte Grenze direkt wieder auf. Keine Sorge, es geht nicht soweit, dass es Unglück bringt oder gar ein Todesohmen wäre. Es ist nur inkonsequent und öffnet, den Ahnen mehr Raum, als Du ihnen geben wolltest. Bei liebevollen Ahnen wäre das nicht weiter schlimm, aber es gibt auch Ahnen, die mit ihrem Bedürfnis nach Heilung Beachtung wirklich aufdringlich werden können.

Im Bereich deines Ahnenschreins kannst du nun einfach, im Bewusstsein, dass dies der Bereich deiner Ahnen ist, eine Kerze entzünden. Das reicht schon für den Anfang. Du kannst das Stück für Stück erweitern. Oder von Anfang an mehr dazu geben. Wieder wie du magst.

Wenn du mehr machen möchtest, habe ich hier wieder ein paar Anregungen für dich:

  • Fotos von deinen verstorbenen Familienmitgliedern
  • Einen Baum, der die Verbindung zu deinen Ahnen symbolisiert. In echt, zum Beispiel als Bonsai oder als Bild, als Foto, als Skulptur, was auch immer dir gefällt und möglich ist.
  • Erbstücke oder andere Gegenstände, die dich erinnern
  • Symbole für die vier Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer (z.B. Muschel. Stein, Feder und Kerze)
  • Blumen, Blüten
  • Heilsteine
  • Kräuter
  • Götterbilder oder -figuren
  • Bilder von Krafttieren, die deine Verbindung unterstützen
  • Die Blume des Lebens

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Alles was sich für dich richtig anfühlt, ist richtig. Auch bei der Farbwahl. Und vielleicht kommt im Laufe der Zeit noch das ein oder andere hinzu.

  candle-1750640_1920jpg

3. Die Einweihung deines Ahnenschreins

Wenn Du deinen Ahnen-Schrein gestaltet hast, dann gibt es noch einen letzten und besonders bezaubernden Schritt, den Du tun kannst und ich empfehle ihn Dir sehr, auch wenn es sich vielleicht für magische Neulinge seltsam anhört: Weihe deinen Schrein ein.

So richtig feierlich, in einem kleinen Ritual, einer Zeremonie. Auch wenn Du noch nie magisch oder energetisch gearbeitet hast, Einweihnungsrituale sind unglaublich stark und wirksam. Du wirst es spüren, wenn Du es tust. Du wirst die Energie spüren, die sich dabei aufbaut und die dann als Einladung hinaus in die Anderswelt zu deinen Ahnen geht.

Das Ritual kannst Du klein und einfach halten oder deiner Intuition und Fantasie freien lauf lassen. Es darf sich für Dich gut und richtig anfühlen.

Nimm Dir dafür ein paar ruhige Minuten Zeit.

So kann es gehen

Falls Du keine oder wenig Erfahrung in der Ritualgestaltung hast, kannst Du diesen Ablauf verwenden oder für Dich anpassen. Oder schau Dir jetzt mein Video "Wie gestalte ich ein Ritual?" an.

1.       Energetische Reinigung

Du kannst den Raum und Dich selbst räuchern, etwas Salzwasser verspritzen/versprühen oder Erzengel Michael bitten, den Raum für Dich energetisch zu reinigen. Natürlich kannst Du auch eine ganz andere Methode anwenden. Wenn Du magst höre dazu meine Podcastfolge „Energetische Reinigung“

2.       Schutzkreis

Wenn Du das Bedürfnis verspürst, einen Schutzkreis zu ziehen, dann tu das gerne. Die Intention genügt oder Du stellst Dir eine golden schimmernde Energiekugel um Dich und deinen Ahnen-Schrein herum vor. Alles was nicht Licht und Liebe ist, bleibt draußen. Auch zum Thema Schutz habe ich eine Podcastfolge, wenn Du mehr dazu wissen möchtest. "Wie viel energetischen Schutz brauchst Du?"

3.       Einstimmung

Denke an Deine Ahnen. Schau dir die Bestandteile deines Schreins liebevoll an. Fühle Dich hinein, in die Bestimmung dieses Ortes, in die Bestimmung deines Ahnenschreins.

4.       Sprich folgende Worte und entzünde dabei die Kerze

"Ich bin das Kind meiner Ahnen, ich bin Teil dieser Familie und ich öffne mich für den liebevollen Kontakt mit meinen heilen Ahnen zum höchsten Wohle aller. Ich gebe meinen Ahnen Raum in meinem Leben"

5.       Bedanke Dich und beende das Einweihungsritual

Du kannst die Bestandteile des Rituals ändern und ergänzen. Vielleicht magst Du singen, trommeln, tanzen? Alles ist möglich. Mach es zu deinem Ritual.

Die Worte, die ich gewählt habe, kannst Du auch ändern. Was mir allerdings dabei wichtig ist, ist dass Du den Ahnenschrein dem „liebevollen“ Kontakt widmest mit den „heilen Ahnen“ und „zum höchsten Wohle aller“. Du kannst das anders formulieren, aber setze bitte den Fokus auf die positiven Energien.

 

Regelmäßige Ahnenarbeit mit deinem Ahnenschrein

Dein Ahnenschrein ist ab jetzt der Ort, an dem Du besonders leicht mit Deinen Ahnen in Kontakt treten kannst und sie auch zu Dir. Du kannst hier immer wieder mal räuchern, frische Blumen dazu stellen und danke sagen oder auch deinen Ahnen einfach nur erzählen, wie es dir geht.

flowers-983897_1920jpg

Sieh den Kontakt wie eine Freundschaft oder wirklich wie den Besuch bei lebenden Verwandten. Du kannst auch um ihren Segen oder ihre Unterstützung bitten.

Ich wünsche dir viele liebevolle Momente mit deinen Ahnen.

Wenn Du Fragen hast, schreib mir gerne oder nutze die Kommentarfunktion. Ich freue mich auch, wenn Du in meiner Facebook Gruppe Ilkas Hexenhain deine Erfahrungen mit dem Ahnenschrein teilst.


Magische Grüße

Ilka Sventja


Hast Du schon die Ahnengarten-Trance entdeckt? Mit ihr kannst Du ganz leicht deine Ahnen besuchen gehen und Eure Verbindung stärken. Lies hierzu diesen Blogartikel und lade dir die Trance kostenfrei herunter.


Willst Du mehr machen? Dann findest Du in diesem Blogartikel viele praktische Anregungen für Ahnenarbeit in Deinem Alltag.


Oder melde Dich gleich für meine regelmäßigen Ahnenmagie-Mails an, in denen ich Dir viele Tipps gebe, die Du für Dich ausprobieren kannst, um Deine Ahnenarbeit ganz individuell zu gestalten.







Blog-Kommentare werden über Disqus bereitgestellt